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Rückblick Feierliche Segnung des Bildes vom Barmherzigen Jesus
in der Pfarrmesse am Sonntag 13.1.2019

Predigt zum Festtag:

Wir feiern heute das Fest Taufe Jesu. Zugleich wurde für heute angekündigt,
dass ein Bild vom Barmherzigen Jesus gesegnet und im Seitenschiff angebracht wird.

Ist es nötig, in einer Kirche, in der schon acht ausgesprochene Jesusbilder sind,
noch eines hinzuzufügen?

Die Darstellungen der acht großen Fresken im Mittelschiff zeigen:

• Jesus, der Samariter, der sich um einen Verwundeten annimmt. (vgl. Lk 10, 25f)

• Jesus, der Sämann, der das Wort Gottes aussät. (vgl. Mt. 13,3f)

• Jesus, der Gute Hirte, (vgl. Joh 10.1.f)

• Jesus, der Gärtner, der den Boden noch einmal bereitet,
   damit der Baum Früchte trägt. (vgl. Lk 13,6,f)

• Jesus, der Sammler. (vgl.Mt. 23, 37)

• Jesus, der Hohepriester des neuen Bundes (vgl. Hebr. 7, 1f)

• Jesus, der König der ganzen Welt (vgl. Mt 28. 18)

• Jesus, der Schmerzensmann: (vgl- Joh. 19,5)

Ich stelle nochmals die Frage:
Soll man in einer Kirche, in der schon acht ausgesprochene Jesusdarstellungen sind
noch eine hinzuzufügen? Warum nicht, wenn es einen Anlass dafür gibt?

Ich beantworte die Frage auch ganz persönlich. Im vergangenen Jahr, am 28. März 2018
bin ich von Papst Franziskus zum Missionar der Barmherzigkeit ernannt worden.
Es ist das keine Auszeichnung, sondern ein Auftrag, eine Sendung.

Papst Franziskus hat für das Jahr 2016 ein Jahr der Barmherzigkeit ausgerufen
und dazu Priester gesendet, als Verkünder der Barmherzigkeit.
Er hat diese zugleich mit einer besonderen Beichtvollmacht ausgestattet.

Diese Sendung galt vorerst einmal für ein Jahr, wurde aber nie zurückgenommen, vielmehr wurde am vergangenen Barmherzigkeitssonntag – am Sonntag nach Ostern – die Sendung erneuert. Es konnten sich daher für diese Sendung wieder Priester bewerben, was ich in Übereinstimmung mit unserem Visitator Eugen Schindler CM und dem Hr. Kardinal Christoph Schönborn gemacht habe.

So konnte ich beim Treffen der Missionare der Barmherzigkeit im Jahr 2018 in Rom teilnehmen. Es war ein Treffen, bei dem man die Weltkirche spüren konnte. Zugleich ging es natürlich um das Anliegen des Papstes, nämlich um Barmherzigkeit.

Wir leben mit Bildern und bildhaften Erzählungen.

Das Bild vom Barmherzigen Jesus mit dem Untertitel „Jesus ich vertraue auf dich“ hat damals einen zentralen Platz auf dem Petersplatz in Rom gehabt.

Es ist ein Bild, das im Herzen der Kirche angekommen ist und von hier aus in die ganze Christenheit ausstrahlt und einlädt, auf Jesus den Sohn Gottes zu vertrauen.
Barmherzigkeit ist ein immer aktuelles Thema und in gleicher Weise auch das Vertrauen.

Wer mehr über die Entstehung des Bildes erfahren möchte, muss bei Sr. Faustina Kowalska nachlesen.

Das heutige Evangelium zum Fest der Taufe Jesu begründet, warum wir auf Jesus vertrauen dürfen. Jesus ist von Gott, folglich wohnt alle Weisheit in ihm. Der Geist Gottes lässt sich nieder auf Jesus. Über den Geist Gottes sagt das Alte Testament:

• Er ist ein Freund der Menschen.

• Er agiert mit Freimut.

• Er vermittelt Erkenntnis, Weisheit, Gottesfurcht … eben die Gaben Gottes.

In Jesus begegnet uns nicht ein Abgesandter Gottes, sondern Gott selber,
die zweite Göttliche Person.

Johannes der Täufer predigt die Taufe zur Umkehr.

Jesus aber hat keine Umkehr notwendig, weil in ihm keine Falschheit, keine Lüge, keine Sünde ist. Wenn er sich trotzdem in die Reihe derer stellt, die Umkehr notwendig haben und sich taufen lässt, so deshalb, weil er unsere Schuld, unsere Finsternisse auf sich nimmt. Er hat unsere Lasten getragen (vgl. Jes. 43, 3f)

Jesus offenbart sich hier: Er zeigt durch sein Tun, dass er uns Menschen gegenüber nicht zuerst Richter ist, sondern Retter.

Er offenbart seine Barmherzigkeit. Die Barmherzigkeit rechnet nicht auf, sondern fragt nach dem Weg zum Frieden zum Heil.

Das Bild wird jetzt gesegnet und anschließend am Fuß des großen Kreuzes im linken Seitenschiff angebracht. Ein guter Platz. Jesus schenkt seine ganze Barmherzigkeit am Kreuz, und erinnert uns hier besonders daran, dass auch wir barmherzig sein sollen. Amen


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    Photo: Pfarre Altlerchenfeld