DRITTE-WELT-Gruppe  

Allgemeines
Projekte:

Besuch von Sr. Lucy in Wien
Projekt "Maher"
Projekt H.O.P.E.
Projekt "Berufsschule"
Projekt "Nigeria"

FAIRTRADE – ein anderer Weg
NEU:
Informationen zum Thema Fairtrade als PDF-Dokumente zum Downloaden

 
NEU

Termine des Arbeitsjahres 2009/2010

Wie wir arbeiten

 

Seit 1989 gibt es in unserer Pfarre eine DRITTE-WELT-GRUPPE.
Fünf Familien und  fünf einzelne Personen arbeiten mit und bei unseren Treffen sind Pfarrer Eugen Schindler und Kaplan Reinhard Kofler 
nahezu immer dabei.

 

Unsere Runde nach einem Treffen im Sitzungszimmer Kaiserstraße 7

 

 

 

Termine des 
Arbeitsjahres 2009/2009:

(Terminänderungen möglich)

 
Datum Uhrzeit Veranstaltung
Mi., 30.09.09 19:15 Treffen
Mi., 09.12.09 19:15 Treffen
Fr., 11.12.09 14:00 Kekseinpacken
So., 13.12.09   Weihnachtskeksverkauf nach der Sonntagsmesse
Mi., 10.02.10 19:30 Treffen
So., 28.02.10 10:00 Messe
Mi., 14.04.10 19:30 3.-Welt-Messe
Do., 24.06.10 19:15 Abschlusstreffen

 

 

 

 

Wie wir arbeiten:

Wir haben als Freunde und unterstützen regelmäßig:


Wir treffen uns 5-6mal im Jahr,  gestalten zweimal jährlich eine Sonntagsmesse, organisieren die Weihnachtskeksaktion und anderes.

 

Die finanziellen Mittel für die obgenannten Projekte werden aufgebracht:           

  • durch „Selbstbesteuerung“ der Mitarbeiter

  • durch Spenden anderer

  • Messkollekten

  • die Weihnachtskeksaktion

  • die Weihnacht-Anstatt-Aktion

  • Pfarrcaféspenden  u. a...  

Das Projekt MAHER in Indien

Seit 1989 unterstützt die Dritte-Welt-Gruppe der Lazaristenpfarre Frauenprojekte in Indien.

Das Projekt Maher, geleitet von Schwester Lucy, entwickelt sich hervorragend.
Die Dritte-Welt-Gruppe berichtet laufend darüber.

Projekt MAHER in Indien - rechts stehend Sr. Lucy


Das Wort „Maher“ bedeutet Mutterhaus und steht für Wärme, Geborgenheit und Verständnis.

Frauen der unteren sozialen Schichten haben es in Indien traditionell sehr schwer. Mädchen sind für die Familie eine Belastung, denn sie müssen zur Verheiratung mit einer verhältnismäßig hohen Mitgift ausgestattet werden. Nach ihrer Heirat ist die Frau finanziell, rechtlich und sozial vollkommen von ihrem Mann abhängig. Er kann sie unter geringfügigem Vorwand verstoßen.

Für verstoßene oder misshandelte Frauen gibt es kaum eine Möglichkeit menschenwürdig weiterzuleben. Nicht viel besser ergeht es den meisten verlassenen oder verwitweten Frauen.

FRAUEN, die (meist mit ihren Kindern) bei MAHER Zuflucht suchen, haben ein hartes Schicksal hinter sich, es wurde ihnen körperlich und psychisch oft großes Leid zugefügt. So bedarf es in vielen Fällen eines großen Einfühlungsvermögens, um ihr Vertrauen zu erwerben und sie davon zu überzeugen, dass ihr Leben noch Sinn und Zukunft hat.

Die Hilfe ist immer eine individuelle. Bei einem Teil der Frauen gelingt es, den Ehemann zu einer Änderung seines Verhaltens zu bewegen, sodass die Frau wieder nach Hause zurückkehren kann. Andere erhalten eine kleine handwerkliche Ausbildung, die es ihnen ermöglicht, sich und ihre Kinder zu ernähren. Richtige Ernährung, Hygiene und das Leben in Gemeinschaft lernen sie, wenn sie im Zentrum leben und mitarbeiten.

Viele Frauen brachten ihre KINDER mit, manche wurden aber auch einfach hier abgegeben. Einige konnten nach Gesprächen und Recherchen wieder zu ihren Eltern oder zu Verwandten zurückgebracht werden. Ein Teil musste bei anderen Institutionen untergebracht werden, weil der Platz einfach nicht ausreichte. Der Mehrzahl aber wollte man bei Maher die Chance auf eine Zukunft geben. So erwuchs Maher eine neue Aufgabe. Die Kinder werden in sogenannten Balwadis - das sind Kindergärten mit Vorschulbildung - betreut. Sie lernen dort miteinander spielen und das Spielzeug zu teilen, kleine Aufgaben zu übernehmen und sich auf die öffentliche Schule vorzubereiten, wo nur eine beschränkte Anzahl aufgenommen  wird.  

Die Projektleiterin, Sr. Lucy Kurien mit  Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Frauen und Kindern vor dem Haus MAHER

 

Eine Spargruppe bei der wöchentlichen Einzahlung. Natürlich sind es nur kleine Beträge, aber mit der Zeit kommt auch so etwas zusammen. Die Frauen erfahren die Kraft der emeinsamkeit und haben mit dem Geld eine stärkere Position.

Sr. Lucy sendet halbjährlich Berichte über die Arbeit von MAHER, und zwar sowohl über die Gesamtentwicklung des Projektes, als auch über die Schicksale der aufgenommenen Frauen und Kinder. Zuletzt wurde über 51 Frauen  und 54 Kinder berichtet.

Je zwei Beispiele für Frauen und Kinder

275 AMJUMNAN SAIYED:
Sie war den physischen und seelischen Torturen bereits 1 Monat nach ihrer Hochzeit ausgesetzt. Er bedrohte sie, um mehr Mitgift zu erhalten. Um der Grausamkeit ihres Gatten zu entkommen, kam sie mit 2 ihrer kleinen Kinder zu Maher. Nach einiger Zeit und Beratungsgesprächen mit beiden leben sie nun wieder beisammen

316 SMITA  M.  REDDY:
Weil sie aus einer niedrigeren Kaste als ihr Mann stammt, wurde sie von den Schwiegereltern abgelehnt und gab es ständig Streit. Sie kam daher zu Maher und wird als Pflegerin ausgebildet (nursing training).

69 CHANDRAKALA  KALE     170 RAMDAS KALE   171 PARVATI  KALE :
Nach dem Tod ihrer Mutter verschwand der Vater und ließ die drei Kinder bei den Großeltern zurück. Armut veranlasste diese bei Maher Hilfe zu suchen, weil die Kinder sonst verhungert wären. Eine weitere Schwester ist noch bei den Großeltern.

172 ALFIA SALYED   173 AMAN SALYED:
Deren Vater wurde drogenabhängig. Um dies finanzieren zu können, begann er seine Frau zu schikanieren. Wenn sie kein Geld beschaffen konnte, wurde er gewalttätig. Wegen dieser seelischen und körperlichen Qual landete sie mit den Kindern  bei Maher. Nach Beratung und Hilfestellung durch Maher ist der Mann nun clean und sie hat die Kinder wieder heimgenommen.


Besuch von Sr. Lucy, am 4. Mai 2005 im Entwicklungshilfeclub

Am Mittwoch, den 4. Mai 2005 hatten wir die besondere Gelegenheit, die so erfolgreiche und sympathische Leiterin des MAHER-Projekts, Sr. Lucy im Entwicklungshilfeclub zu sehen, zu hören und mit ihr zu sprechen.

Sr. Lucy zeigte uns einen Kurzfilm über ihre Arbeit mit den Frauen und Kindern und stand im Anschluss für Fragen zur Verfügung.

Unsere 3-Welt-Gruppe unterstützt Sr. Lucy seit der Gründung des MAHERPROJEKT vor etwa 15 Jahren.

Die folgenden Bilder  zeigen sehr eindrucksvoll die Herzlichkeit von Sr. Lucy:

a b c d
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Nach ihrer Heimkehr hat uns Sr. Lucy folgenden Brief geschrieben:

Dear Friends,

 I am back at Maher, and though it feels good to be with my people, my heart is full of the pleasant experiences I had during the past couple of months. My meetings with people were very successful everywhere and there was much support for Maher. I am very happy to inform you that in my absence, Maher was managed extremely well by the staff, all of whom rose to the occasion and put in extra effort when required. The Trustees of Maher too took the trouble of visiting Maher frequently, ironing out wrinkles and encouraging the staff in their work. When I returned, I found that Maher had been managed much better than I had anticipated, and all systems were working smoothly. I am truly blessed to have such staff and Board of Trustees. It was great to see everyone working together as a team.

 Perhaps a new culture of sharing and cooperation is emerging and there could be no better place for it than Maher. In many ways, you have contributed to the Maher ethos and we are all grateful to you for your invaluable inputs. Please continue to be with us. With warm regards,

 Sr. Lucy Kurien 

 

Das Projekt H.O.P.E. in Indien  

1974 begann alles in Indien. Eine rührige Ordensfrau, Sr Noelline, die sich sehr für die Rechte der unterrückten Frauen in Indien einsetzte, gründete eine Handarbeitsrunde für Frauen in Pune. 

Daraus ist vieles geworden. Aus dem ursprünglichen einfachen Verkauf von Handarbeitswaren wuchsen zahlreiche Projekte und Einrichtungen, die heute ein Leuchtfeuer in Indien sind.

 Es gibt 17 Selbsthilfegruppen zu je 14 bis 16 Mitgliedern, die einander unterstützen und aufbauen, sowohl finanziell als auch mit Rat und Tat in verschiedensten Lebensfragen.

Sechsmonatige Krankenpflegekurse werden für Mädchen ohne Matura angeboten, auch ein Praxismonat in einem Krankenhaus ist dabei.

Die Arbeit mit Kleinkindern und Schulkindern wächst zunehmend: so werden Kindern aus armen Verhältnissen Möglichkeiten geboten, in eigenen Schulklassen mehr Selbstwert zu bekommen und sich durch Musik, Tanz, Theaterspiel, Selbstverteidigung, Sport, Handarbeiten zu entfalten.

Feste im Jahreskreis, Sommercamps, Zeichenwettbewerbe und die Teilnahme an diversen Veranstaltungen sowie die Zusammenarbeit mit Organisationen wie ARC (Aktion für Kinderrechte) und CACL (Kampagne gegen Kinderarbeit) vernetzen H.O.P.E. im indischen Alltag.

Familien in unterschiedlichen Krisensituationen finden bei den Mitarbeitern von H.O.P.E. ein offenes Ohr und eine helfende Hand.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

H.O.P.E. ist auch stets um Weiterbildung der Ausbildner und um eine hohe Qualität der Erziehungsarbeit bemüht. So werden immer wieder auch Programme selbst entworfen, etwa über Sozial- und Familiengesetze oder über die Situation der Frau in Indien.

Unsere Dritte-Welt-Gruppe ist mit Sr. Noelline (rechts im Bild)  in regem Briefkontakt und unterstützt auch einzelne Projekte von H.O.P.E.- auf diese Weise erhalten wir stets interessante Einblicke in den Alltag eines guten sozialen Werkes in Indien.

Die technische Berufsschule der Lazaristen im Libanon  

Auf dem Boden des Libanon – einst die Schweiz des nahen Ostens genannt – wurde ein jahrelanger Stellvertreterkrieg geführt, der zum Bürgerkrieg wurde. Er hat fast 150.000 Menschenleben gefordert, darunter 40.000 Kinder. Tausende Invalide, etwa 80.000 Kriegswaisen und hunderttausende Flüchtlinge im eigenen Land sind die Folge dieses sinnlosen Blutvergießens. Zurück blieben Armut und Verwüstung. Verwüstung auch und gerade in den Seelen der jungen Menschen.

Ein Stipendium an der technischen Schule der Lazaristen ist für junge Menschen aus verarmtenFamilien die einzige Chance  auf eine Ausbildung.

Die Dritte-Welt-Gruppe der Lazaristenpfarre übernimmt seit 8 Jahren die Patenschaft für jeweils mindestens vier Buben. Einige von ihnen haben ihre Ausbildung schon erfolgreich abgeschlossen.

Mag. Herget CM und Mag. Lainer CM berichteten:
Bei unserer Libanonreise waren wir beeindruckt von der ungeheuren Zähigkeit und Ausdauer, der Zuversicht und Hoffnung, mit  der die Christen und ihre geistlichen Gemeinschaften, obwohl sie jetzt eine Minderheit sind, an diesem Land festhalten. Als wir durch das menschenleere und verwüstete Schufgebirge fuhren, in dem Christen und Muslime in engster Nachbarschaft zusammen lebten, wurde uns die Bedeutung der Christen und der religiösen Koexistenz für die Kultur und die Ausstrahlung dieses Landes bewusst. Eine Bedeutung, die sogar von muslimischen Intellektuellen betont und für die vollständige Erneuerung des Libanon auch als unverzichtbar anerkannt wird.

“Unsere“ technische Berufsschule, die die einzige in dieser Gegend ist, macht große Fortschritte, aber die finanzielle Lage unserer Mitbrüder ist unverändert schlecht und die Schule kann ohne die Patenschaftsgelder nicht überleben.

Junge Männer bei der Ausbildung zum Bäcker

 

Computerschulung

 

Mariazell, am 17. Oktober 2003

 

Liebe Paten und Wohltäter!

In diesen Tagen dürfen wir gemeinsam in großer Dankbarkeit auf 10 Jahre Libanonhilfe zurückblicken. Eine Aktion die ganz spontan aus der großen Not von Kriegswaisenkindern entstanden ist.


Es ging um das Weiterbestehen der Technischen Berufsschule St. Joseph in Dahr es-Sawan, die damals noch die einzige derartige Schule mit Internat in der ganzen Region war, noch dazu eine Internatsschule für Waisen. In dem kleinen Land Libanon gab es damals 80.000 Kriegswaisen. Alles war zerbombt, in den Ruinen hausten Hunderte Kinder und mittellose alte, hilflose Menschen. Die meisten europäischen Länder hatten den Libanon bereits vergessen und blickten auf neue Kriegsschauplätze auf dem Balkan.


In dieser furchtbaren Situation erreichte uns die dringliche Bitte, die Schule St. Joseph, die vor der unmittelbaren Schließung stand, zu retten. Wir empfanden diese Bitte als eine Überforderung unserer Möglichkeiten. Trotzdem kam uns der Gedanke, der Schule und vor allem den Waisenkindern durch ein System von Patenschaften zu Hilfe zu kommen.


Heute danken wir aus ganzem Herzen Gott dem Herrn, dass er unsere Bemühungen gesegnet hat, dass wir viele wunderbare Helfer finden durften, mit deren Hilfe wir in diesen 10 Jahren Hunderten Kindern ein Zuhause, eine gediegene Schulausbildung und Erziehung geben konnten.

 

Josef A. Herget CM                          Alexander Lainer CM

 

 

Fr.Richard Diala CM NIGERIA

Fr Richard bemühte sich darum, es einem blinden jungen Mann zu ermöglichen, für sich , seine verwitwete Mutter und seine Geschwister ein Haus zu bauen.

Mit Hilfe von Familie Frühwirt, die zu unserer Pfarre gehört, mit Fr.
Richard bekannt ist und ihn im Jahr 2001 besucht hat und mit unserem finanziellen Beitrag konnte das Haus inzwischen fast fertiggestellt werden.

 

 

 

 

FAIRTRADE – ein anderer Weg:

 

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Fairtrade-Produkte bei der EU-Präsidentschaft
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